Ein wunderbarer Dokumentationsroman über die Göttinnen

Das Buch: Dora ist mit ihrem Leben unzufrieden und fängt an, ihre Vergangenheit zu ergründen. Diese ist unweigerlich mit ihrer Tante Surmena verwoben, bei der Dora aufgewachsen ist. Und Surmena war eine Göttin. Eine Heilerin. Dora fängt an, über die Göttinnen zu recherchieren und stößt auf ein altes Familiengeheimnis…

Fazit: Dieses Buch ist sehr beeindruckend. Auch wenn es eher ein fiktiver Roman ist, beruhen laut der Autorin Teile des Buches auf wahre Begebenheiten. Und man merkt, dass dieses Buch wirklich so geschehen sein könnte. Und so begibt sich der Leser mit der Protagonistin Dora auf eine Reise in die Vergangenheit. Dabei spart Tuckova nicht an Stilmitteln, und lässt viele Archivdokumente wie Berichte, Briefe und Zeitungsartikel einfließen. Diese geben Aufschluss über einzelne Göttinnen und klären für Dora und dem Leser so einiges auf. Doch auch Dora birgt Geheimnisse, die vereinzelt im Verlauf erklärt werden, als wäre nichts Besonderes dabei. Denn ihr Leben ist genauso spannend wie das der Göttinnen.

Tuckova schreibt schnörkellos und unaufgeregt. Ohne viele Umwege kommt sie auf den Punkt, ohne dass man das Gefühl hat, etwas zu verpassen. Es ist ein Roman, wo man doch so einiges selbst erfassen muss, aber damit ergibt sich eine ähnliche Ausgangssituation für den Leser wie für Dora. Man leidet mit den Göttinnen mit und erfährt unfassbares.

Zusammenfassend ist es ein Buch über eine Familie mit viel Tragik, Weisheiten, Vorurteilen, Verrat und Eigenheiten. Es ist ein klarer Roman, der auch anregt, seine eigene Familiengeschichte zu ergründen. Dieses Buch ist ein absoluter Geheimtipp für alle Leser, die gerne Familiengeschichten mit Geheimnissen lieben und doch etwas anspruchsvoller unterhalten werden wollen. Dieses Buch lohnt sich und ist ein Jahrestipp.

 Deutsche Verlags-Anstalt – 408 Seiten – 22,99€ ???

5 Sterne

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