Ein etwas anderer Historienroman

Buch: Olivera wächst im 15. Jahrhundert in Konstantinopel auf und lernt dort einen attraktiven Handelspartner ihres Vaters kennen. Und prompt setzt sie sich in den Kopf, ihn zu heiraten. Nach der Gewährung durch ihren Vater können die beiden endlich heiraten. Und so begibt sich Olivera mit ihrem Laurenz schnell auf die Reise nach Tübingen, seiner Heimat. Doch kaum sind sie aufgebrochen, da verändert sich Laurenz. Er wird nervöser, fahrig und kalt. In Tübingen schürt dieses Verhalten Misstrauen zwischen den Eheleuten. Doch was ist nur mit ihm los? Kann Olivera hinter dieses Geheimnis kommen? Hat ihre Liebe noch eine Chance?

Fazit: Für einen klassischen Historienroman beginnt dieser Roman doch etwas anders. Nämlich mehr oder weniger mit einer freiwilligen Heirat. Olivera wirkt sehr naiv und sieht nur Träumereien in Sachen Liebe vor sich. Doch die Realität holt sie schnell ein und sie entwickelt sich doch gut in der Story. Laurenz kommt da eher schlecht weg. Erst wirkt er doch sehr blass, und später sehr dumm und abergläubisch. Die langeReise des Ehepaares nach Tübingen erscheint anfangs noch eine Wohltat für den Leser, da Abwechslung in die Story gebracht wurde. Doch dann wird die Reise doch einen Tick zu lang erzählt und der Leser wartet sehnsüchtig auf Tübingen. Und dieser Ort wird sehr realistisch dargestellt und man möchte meinen, die Autorin wäre im 15. Jahrhundert dort gewesen.

Leider hat dieses Buch doch ein Manko: Nach ungefähr der Hälfte des Buches war mir klar, wie die Story ausgehen würde. Wer wen am Ende liebt und wie es sich mit dem Geheimnis auflösen würde. Das war echt schade, da es mir doch ein wenig die Lust am Lesen verdorben hatte.

Trotzdem ist es ein gutes Buch, welches mal erfrischender weise von einem anderen Gesichtspunkt als andere Historienromane startet. Und das eigentlich befriedigende Ende ist noch lange nicht das gänzliche Ende der Story. Ein Nachfolger ist schon in Arbeit.

Gmeiner Verlag – 14,99€ – 501 Seiten

4 Sterne

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