Das Buch: Die beiden Hauptcharaktere Quinn und Leah schildern ihre Sicht der Dinge, die in einem beschaulichen Fischerörtchen in Maine passieren. Beide sind unabhängig und aus verschiedenen Gründen nach Maine gezogen. Quinn sucht ihren Vater. Leah zieht mit ihren Mann in sein Elternhaus. Beide Frauen erzählen von Turbulenzen, von Freundschaften, von Liebe und von Kleinstadtproblemen. Und finden ganz nebenbei zu sich selbst…

Fazit: Es ist ein wirkliches Sommerbuch. Obwohl es nicht nur im Sommer spielt, sondern Abschnittsweise den Jahreszeiten entsprechend. Trotzdem fühlt es sich nach Sommer und Sonne an und man spürt die salzige Seeluft an der Küste von Maine direkt beim Lesen. Beide Charaktere erzählen abwechselnd Kapitelweise über ihre Schicksale, und das doch recht locker und flockig. Quinn ist die Verrücktere von beiden, Leah die Denkerin. Es passiert viel in diesem Buch, vor allem das Kleinstadtproblem, der Angst vor Veränderungen, nimmt viel Platz in diesem Buch ein. Das klingt zwar erst einmal ziemlich öde, doch wie Quinn und Leah damit umgehen, ist doch sehr interessant zu beobachten. Auch die Gründung ihrer Freundschaft, so unterschiedlich wie beide sind, ist schön nachzuverfolgen. Man hat das Gefühl, unbedingt die beiden kennenzulernen und mit ihnen Freundschaft zu schließen.

Einen Wehrmutstropfen gibt es aber doch: Das sehr offene Ende ist nix für mich. Das ist aber eher mein Problem. In sich ist dieses Buch schlüssig, auch mit dem Ende, was jedoch wieder zu dem Kreislauf der Kapitelabschnitte passt.

Das Buch ist somit für die Leser gedacht, die eine Sommerlektüre wollen, gut unterhalten werden wollen aber auch ein wenig Nachdenken wollen. Und dabei muss es sich ja nicht immer nur um die Liebe und sich selbst drehen.

Insel Taschenbuchverlag – 382 Seiten – 9,99€

4 Sterne

Advertisements