Das Buch: Charly ist 15 und muss in den Sommerferien für zwei Wochen in ein Mädchencamp. Nur widerwillig fährt sie mit. Im Camp, eine Art Survival-Camp passieren dann doch ungewöhnliche Dinge. Die Betreuerin verschwindet, die Rucksäcke der sieben Mädchen auch. Nach so einigen angsterregenden Dingen ergreifen die Mädchen die Flucht und schlagen sich ins Erzgebirge durch. Dort soll es einen geheimen alten Tunnel geben, wo sie zwei Wochen die Freiheit genießen wollen. Frei von Verpflichtungen, frei von den Eltern, frei von allem. Doch auch hier holt die Realität die Mädchen schnell ein.

Fazit: Wahnsinn! Was soll ich nur schreiben? Charly erzählt in diesem Buch ihre Sicht dieses Abenteuers – und das mit viel Sarkasmus. An so einigen Stellen, wenn sie wieder ins philosophische abschweift, kann man nur lachen und zustimmen. Es ist ein Buch über das Erwachsenwerden, ohne die üblichen Klischees zu bedienen. Klar, ein wenig Liebe gehört mit da hinein, aber nur ein kleiner Schuss. Es ist ein Buch voller Überraschungen und Rätsel, die sich am Ende zufriedenstellend auflösen. Klar, am Anfang kam ich total mit den Namen der anderen Mädchen durcheinander. Sieben Mädchen auf einen Schlag vorzustellen ist auch schwer umzusetzen. Doch im Verlauf hatte ich gar keine Probleme mehr mit den Namen. Das hat sich so schleichend ergeben und ist daher kaum erwähnenswert.

Also: lest dieses Buch! Es ist wunderschön geschrieben und hat mir immer wieder ein Lächeln gezaubert. So, die Lobhudelei hat nun ein Ende – ich finde keine Kritik.

Rowohlt Verlag, 463 Seiten, 19,95€

5 Sterne

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